Inspirationen auf dem Lebensweg

Die Magie der Dimensionen - Dias einscannen

Wenn hier von Dimensionen die Rede ist, so geht es nicht etwa um Sciences Fiction, sondern um Größenverhältnisse. Es macht einen erheblichen Unterschied aus, ob ein Objekt in der Größe von 24 × 36 mm oder das gleiche Objekt in der Größe von beispielsweise 120 ×180 cm betrachtet wird. So wie etwa Dias, deren Anfänge weit in der Vergangenheit zu finden sind. Schon um das Jahr 1420 gab es mit der Silhouettenprojektion des Johannes de Fontana erste Vorläufer des Diaprojektors und über drei Jahrhunderte, vom 17. Jahrhundert bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts, faszinierte die Laterna Magica die Menschen.

Der Nachfolger der Laterna Magica, der Diaprojektor und mit ihm das Bildformat der Dias, beherrschte bezüglich der großformatigen Präsentation von Fotos fast das gesamte 20. Jahrhundert. Unzählige Vortragende führten ihre gesammelten Bilder einem mehr oder weniger großen Publikum vor, ob nun der Reise-Journalist die Aufnahmen aus exotischen Ländern, der mit seiner Dia-Show von einer Stadt zur anderen fuhr, oder der Vater vor versammelter Familie die Bilder des letzten Urlaubs. Die Dia-Show ist im 21. Jahrhundert keineswegs verschwunden, nur wurden sowohl Dias wie auch der Diaprojektor weitgehend durch moderne Medien-Geräte wie DVD, Speicherkarte, Notebook und Beamer abgelöst.

Millionen Dias schlummern in Schubladen und Schränken

Diese Umstellung forderte Opfer oder besser, es erzeugte eine riesige Zahl an Dias, die nun nicht mehr verwendbar waren. Immerhin geben rund acht Millionen Menschen allein in der BRD das Fotografieren als ein Hobby an.

Viele dieser Hobbyfotografen ließen in der vordigitalen Zeit ihre Filme zu Dias entwickeln. Noch lange nicht alle haben jedoch ihre noch verbliebenen Dias scannen, also aus dem analogen in den digitalen Zustand überführen lassen. Dabei ist dies dank darauf spezialisierter Firmen selbst bei einer sehr großen Zahl an Dias kein Problem und ebenso recht kostengünstig.

Vergessene Schätze aus vielen Jahrzehnten

Dias, genauso wie Fotografien als Negative oder auf Papier, sind echte Zeugen der Vergangenheit. Ihr Vorteil ist ihre Authentizität, ihre Echtheit. Im digitalen Zeitalter, indem wir nun leben, sind Bilder, ob nun Video oder Foto, beliebig manipulierbar. Jeder Anfänger kann mit der entsprechenden Software, die es kostenlos im Internet gibt, Bilder so verändern, das auf den ersten Blick nicht festzustellen ist, ob es Lüge oder Wahrheit ist.

Die eigenen Dias jedoch bezeugen das Leben, wie es einmal war. Das kann der erste Urlaub nach dem Zweiten Weltkrieg gewesen sein, vom Großvater vor vielleicht 50 Jahren aufgenommen und nun wieder entdeckt. Oder vielleicht auch Dias einer großen Familienfeier, auf denen Verwandte und Bekannte zu sehen sind, von denen heute niemand mehr weiß, wo sie leben und was sie tun. Der große Vorteil von Dias besteht darin, dass sie bei vernünftiger Lagerung sehr lange in einwandfreiem Zustand bleiben. So lassen sie sich einfach scannen und können zum Beispiel ganz bequem am Fernseher angesehen werden. Dias sind Zeitgeschichte, im Kleinen wie im Großen. Sie zu digitalisieren, lohnt sich auf jeden Fall.