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Wie man die Darmgesundheit fördern kann

Die Bedeutung des Darms wird in vielerlei Hinsicht oft unterschätzt. Dass er Bestandteil des menschlichen Körpers ist, wird üblicherweise zu ungünstigen Zeitpunkten wahrgenommen – nämlich dann, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Dies sorgt in weiterer Folge nicht nur bei der Verdauung für Schwierigkeiten. Forschungen können mittlerweile bestätigen, dass die Darmgesundheit auch wesentlich das Immunsystem sowie den gesundheitlichen Allgemeinzustand beeinflusst. Aufgrund dessen ist es vorteilhaft, den Darm keiner unnötigen Belastung auszusetzen – idealerweise auf natürlichem Weg.

Verbesserung der Essgewohnheiten

Wie Sie sich wohl schon denken können, besitzen eingenommene Mahlzeiten einen hohen Stellenwert in Bezug auf die Darmgesundheit. Bevor darüber entschieden wird, was gegessen wird, stellt sich jedoch die Frage des “Wie”. Bei der Nahrungsaufnahme sollte Stressfreiheit grundsätzlich das oberste Gebot sein. Ausreichendes Kauen sollte dabei ebenfalls nicht vergessen werden. Wird außerdem darauf geachtet, dass der Darm nur bis zu maximal drei Viertel gefüllt ist, können dadurch ein unangenehmes Völlegefühl sowie auch weiterführende Verdauungsprobleme vermieden werden.

Welche Nahrung aufgenommen wird, ist ein zusätzliches entscheidendes Kriterium. Damit die Verdauung und somit der Darm ausreichend funktionieren, müssen Ballaststoffe in reichhaltigen Mengen konsumiert werden. Hier sollte besonders auf lösliche Ballaststoffe gesetzt werden – sie sind vorrangig in Früchten und Gemüse zu finden und vermeiden, dass der Darm träge wird. Mit der Aufnahme von Zucker lohnt es sich in Zusammenhang mit der Darmgesundheit ebenfalls sparsamer zu sein. Zu viel davon bringt die Darmflora und das Immunsystem aus dem Gleichgewicht, wodurch die Anfälligkeit für Krankheiten ansteigt.

Die Aufnahme von fermentierten Lebensmitteln

Ergänzend zum vorig genannten Punkt können spezielle Lebensmittel einen zusätzlichen Effekt in Sachen Darmgesundheit haben. Eine große Hilfe kann dabei Milchsäure sein, deren Gärung bereits seit Urzeiten als Methode zur Konservierung angewendet wird. Die darin enthaltenen Bakterien sind ein Bestandteil der Milchsäure, der die eigene Darmgesundheit wesentlich steigern kann.

Die Milchsäurebakterien sorgen in unserem Körper normalerweise dafür, dass krankmachende Keime effektiv zurückgedrängt und somit an der Ausbreitung gehindert werden. So kann eine gesunde Darmflora entstehen. Bekannte fermentierte Lebensmittel, die diesen Zweck erfüllen, sind beispielsweise Sauerkraut und Joghurt. Wer es etwas exotischer mag, kann auch zu Kimchi, Kefir oder Miso greifen.

Hilfe durch Nahrungsergänzungsmittel

Trotz der vielen negativen Stimmen, mit denen Supplements üblicherweise behaftet sind, können sie bei richtiger Auswahl dennoch etwas zur Darmgesundheit beitragen. Für diesen Zweck sind im besonderen Vitamine entscheidend. Die Vitamine A, C, E, B6, B12 und Vitamin D verbessern in der Regel die Darmgesundheit in Kombination mit dem Immunsystem. Für eine zusätzliche Begünstigung der Schleimhaut-Gesundheit ist Vitamin B2 zu empfehlen.

Allerdings spielen hier nicht nur Vitamine eine entscheidende Rolle. Während L-Glutamin die Zellteilung im Darm maßgeblich begünstigt, fördert Magnesiumcitrat die Darmbewegung und verhindert so eine chronische Verstopfung. Zu diesem Zweck kann auch Zink als Supplement genutzt werden.

Nahrungsergänzungsmittel in probiotischer Form sollten zur Förderung der Darmgesundheit ebenfalls in Betracht gezogen werden. In Kapsel- oder Pulverform kann die Verdauung so effizient mit fördernden Bakterien versorgt werden.