Inspirationen auf dem Lebensweg
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Schöne Sprüche und Weisheiten von Ludwig Thoma

(geb. 21.1.1867 in Oberammergau - 26.8.1921), deutscher Schriftsteller

Ausgewählte Sprüche von Ludwig Thoma

Phantasy-Schloss in den Bergen

Es gibt Berge,
über die man hinübermuss,
sonst geht der Weg
nicht weiter.

Ludwig Thoma

Um seine Träume zu verwirklichen, bedarf es oft der Ausdauer und Flexibilität. Und manchmal müssen Hindernisse überwunden werden.

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Feuerwerk zum Neujahrsgedicht

Jahreswende

Ich lob’ es nicht, das alte Jahr,
ich schimpf’ es nicht. So wie es war,
so wie es jetzt noch vor uns steht,
eh denn es ganz von hinnen geht,
verbraucht und alt, die Taschen voll
von unerfüllten Wünschen, soll
es meinethalb vergessen sein!

Das Neue tänzelt nun herein,
mit falschem Lächeln im Gesicht,
die Augen leuchtend, und verspricht
dem einen dies, dem andern das,
und allen viel, und jedem was
und spitzt das Maul, ist zuckersüß,
das richtige Spinatgemüs!

Dem sag’ ich – gebt mir erst noch Punsch! –,
dem sag’ ich: Ich hab’ keinen Wunsch.
Bring, was du musst, nicht, was ich mag,
und fahre ab am letzten Tag!

Ludwig Thoma
Punsch zu Neujahr

Neujahr bei Pastors

Mama schöpft aus dem Punschgefäße,
der Vater lüftet das Gesäße
und spricht: „Jetzt sind es vier Minuten
nur mehr bis Zwölfe, meine Guten.

Ich weiß, dass ihr mit mir empfindet,
wie dieses alte Jahr entschwindet,
und dass ihr Gott in seinen Werken
– Mama, den Punsch noch was verstärken! –

Und dass ihr Gott von Herzen danket,
auch in der Liebe nimmer wanket,
weil alles, was uns widerfahren
– Mama, nicht mit dem Arak sparen! –

Weil, was geschah, und was geschehen,
ob wir es freilich nicht verstehen,
doch weise war, durch seine Gnade
– Mama, er schmeckt noch immer fade! –

In diesem Sinne, meine Guten,
es sind jetzt bloß mehr zwei Minuten,
In diesem gläubig frommen Sinne
– Gieß noch mal Rum in die Terrine! –

Wir bitten Gott, dass er uns helfe
auch ferner – Wie? Es schlägt schon Zwölfe?
Dann prosit! Prost an allen Tischen!
– Ich will den Punsch mal selber mischen.“

Ludwig Thoma
Kirchturm in der Nacht zu Silvester mit Feuerwerk zum Neuen Jahr

Silvesternacht

Und nun, wenn alle Uhren schlagen,
so haben wir uns was zu sagen,
was feierlich und hoffnungsvoll
die ernste Stunde weihen soll.

Zuerst ein Prosit in der Runde!
Ein helles, und aus frohem Munde!
Ward nicht erreicht ein jedes Ziel,
wir leben doch, und das ist viel.

Noch einen Blick dem alten Jahre,
dann legt es auf die Totenbahre!
Ein neues grünt im vollen Saft,
ihm gelte unsre ganze Kraft!

Wir fragen nicht: Was wird es bringen?
Viel lieber wollen wir es zwingen,
dass es mit uns nach vorne treibt,
nicht rückwärts geht, nicht stehen bleibt.

Nicht schwächlich, was sie bringt, zu tragen,
die Zeit zu lenken, lasst uns wagen!
Dann hat es weiter nicht Gefahr.
In diesem Sinne: Prost Neujahr!

Ludwig Thoma

Neujahrswünsche passend für eine Rede

Falls Sie zu Neujahr eine Rede halten mögen, könnte vielleicht dieses Neujahrsgedicht für Sie geeignet sein …

Weihnachten mit Maria, Josef und dem Jesus-Kind

Die heilige Nacht

So war der Herr Jesus geboren
im Stall bei der kalten Nacht.
Die Armen, die haben gefroren,
den Reichen war’s warm gemacht.

Sein Vater ist Schreiner gewesen,
die Mutter war eine Magd,
sie haben kein Geld besessen,
sie haben sich wohl geplagt.

Kein Wirt hat ins Haus sie genommen;
sie waren von Herzen froh,
dass sie noch in Stall sind gekommen.
Sie legten das Kind auf Stroh.

Die Engel, die haben gesungen,
dass wohl ein Wunder geschehn.
Da kamen die Hirten gesprungen
und haben es angesehn.

Die Hirten, die will es erbarmen,
wie elend das Kindlein sei.
Es ist eine G’schicht für die Armen,
kein Reicher war nicht dabei.

Ludwig Thoma
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Weihnachten mit verschneiten Tannenzweigen

Auszug aus „Die heilige Nacht“

Im Woid is so staad,
alle Weg san verwaht,
alle Weg san verschniebn,
is koa Steigerl ned bliebn.

Hörst d’as z’weitest im Woid,
wann da Schnee oba foit,
wann si's Asterl o’biagt,
wann a Vogerl auffliagt.

Aber heit kunnts scho sei,
es waar nomoi so fei,
es waar nomoi so staad,
dass si gar nix rührn daat.

Kimmt de Heilige Nacht
und da Woid is aufgwacht,
schaun de Hasn und Reh,
schaun de Hirsch übern Schnee.

Hamm sie neamand net grfagt,
hot’s eahr neamand net gsagt,
und kennan’s do boid,
d’Muatta Gottes im Woid.

Weihnachtslied in Mundart

Ludwig Thoma

Das Weihnachtslied über die heilige Nacht in Mundart-Dichtung kann Sie vielleicht gerade an heilig Abend so richtig in Weihnachtsstimmung bringen, vielleicht starten Sie ja den Weihnachtsabend mit diesem Lied?

Übrigens ist es ein ganz besonderer Geschenkanhänger an ein Weihnachtsgeschenk (hierzu einfach auf den Doppelpfeil klicken, dann auf das Symbol mit dem Geschenkanhänger bzw. wenn Sie schon auf der Detailseite sind, dann auf das Geschenkanhänger-Symbol beim Spruchbild).

Klicken Sie auf den Doppelpfeil, dann können Sie dort auch (etwas weiter unten) dieses Lied in einem stimmungsvollen YouTube-Video anhören, mit Bally Prell als Sängerin und ihrem Vater an der Zither. Es ist echt hörenswert, weil es einen so schön in Weihnachtsstimmung versetzen kann!

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